Kleine Kämpfer ganz groß

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Jedes Jahr am 17. November stehen die Kleinsten der Kleinen im Mittelpunkt: Es ist Welt-Frühgeborenen-Tag.

Der Welt-Frühgeborenen-Tag möchte über Landesgrenzen hinweg Frühgeburt und ihre Folgen thematisieren.

Deutschlandweit werden jährlich ca. 60.000 Kinder zu früh geboren. Demnach ist eines von zehn Neugeborenen ein Frühchen. Damit sind Frühgeborene die größte Kinderpatientengruppe Deutschlands. Dennoch werden Probleme und Risiken für die weitere Entwicklung dieser Kinder nicht in entsprechendem Maß wahrgenommen. Daher machen jedes Jahr am 17.11. Elternvertreter in ganz Europa, Afrika, Amerika und Australien auf die Belange von Frühgeborenen und ihren Familien aufmerksam. (Quelle)

Unsere 2 kamen im Januar 2012 nach einer komplizierten Schwangerschaft auch als Frühchen zur Welt – 10 1/2 Wochen zu früh. Diese Zeit war schlimm und schön zugleich: Schlimm, weil man selbst nichts tun konnte, außer zu hoffen, dass alles gut geht. Schön, weil wir die Möglichkeit hatten, unseren Kleinen Dank des sogenannten „Känguruing“ ganz nah zu sein. War unser Kleiner im Brutkasten vollkommen am Wirbeln, so ging sein Herzschlag direkt nach dem Auflegen auf meine Brust in einen „tiefenentspannten“ Bereich.

Umso dankbarer sind wir, dass beide ihren zu frühen Start ins Leben mit Bravour gemeistert haben und uns heute jeden Tag auf Trab halten.

Wir kennen aber auch die Kehrseite, haben damals im Krankenhaus viele Eltern und kleine Kämpfer kennengelernt, die es nicht so einfach geschafft haben. Dass eine Frühgeburt immer mit Risiken verbunden ist, ist allgemein bekannt. Noch größer ist das Risiko, Folgeerkrankungen davonzutragen bei Kindern mit einem Geburtsgewicht unter 1.000 Gramm – unsere beiden gehörten dazu. Wenn man dann sieht, dass beide es geschafft haben und Gott sei Dank KEINE Folgeschäden davongetragen haben, so ist man einfach nur froh.

Leider geht diese Thematik im Alltag unserer Gesellschaft oft unter. Bedenkt man, dass mittlerweile mehr als 60.000 Kinder pro Jahr zu früh, mehr als 9.000 von Ihnen mit einem Geburtsgewicht von unter 1.500 Gramm zur Welt kommen und heute die untere Reifealtersgrenze von Babys, deren Leben mit Hilfe der modernen technischen Möglichkeiten erhalten werden kann, bei 22 vollendeten Schwangerschaftswochen und einem Geburtsgewicht bei deutlich unter 500 Gramm liegt und Frühgeborene mit 24 Schwangerschaftswochen bereits eine Überlebenswahrscheinlichkeit von über 60% haben, so ist es einfach unglaublich, was heute Dank morderner Medizin im Bereich der neonatologischen und pädiatrischen Intensivpflege alles machbar ist.

Als betroffene Frühchen-Mama fühle ich heute mit allen, deren kleine Kämpfer aktuell auf der ITS um ihre Leben kämpfen. Vertraut den Kleinen, denn sie sind zwar äußerlich klein, aber in ihrem Inneren haben sie alle ein großes Kämpferherz.

Vielen Dank, dass ihr vorbei geschaut habt. :)

Anita

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